Café Maria

Stückentwicklung mit der Theater-AG der EAO 2008

     
           
           
                       
4.4.2008: die Theater-AG hat bis April 2008 einzelne Szenen geübt, aber noch kein Stück daraus entwickeln können,
wir sammeln also eine Stunde lang alle "Figuren", die den SchülerInnen bisher Spaß gemacht haben, die sie also gern gespielt haben, das sind:
  • ein Charakter mit Biss, der auch mal ausflippen kann, dazu werden andere Menschen gebraucht, daraus wird also eine Cafébetreiberin, 18, die Eltern sind tot
  • eine Gitarre spielende Straßenmusikantin
  • eine Journalistin
  • Supermarktverkäuferin und Angestellte im Bezirksamt, die gern Model und Schauspielerin wären
  • eine Wahrsagerin, die irgendwie schon zum Inventar gehört
  • eine Predigerin der Heilsarmee
  • eine Hiphop-Tänzerin
  • ein französischer Bäcker, berühmt für seine schlichten Croissants naturelle

daraus ergibt sich sehr schnell die Geschichte einer Chance:

Das Café hat bessere Tage gesehen, in den 50igern waren amerikanische Piloten hier zu Gast, in den 60igern haben die Beatles hier gespielt. Heute ist es eher ein TReffpunkt von kleinen Leuten und Träumern, die sich wie eine Familie gegenseitig unterstützen.
Nach dem Tod ihrer (recht alten) Eltern hat Maria das Café übernommen, nun will sie was draus machen, sie hat Köder ausgelegt, Beziehungen spielen lassen. Die Livestyle-Kolumnistin eines berühmten New-Yorker Magazins beißt an, sie kommt für eine Recherche nach Neukölln: Heute schon (wegen des Poststreiks hat der Brief so lang gedauert).
Alle Stammgäste des Lokals verbinden persönliche Hoffnungen damit, wollen hoch hinaus, träumen von Karrieren. Die Kolumnistin soll einen guten Eindruck bekommen, also verstellen sie sich. Die Straßenmusikantin fliegt raus, Supermarktverkäuferin und Angestellte im Bezirksamt spielen Model und Schauspielerin, der französische Bäcker muss die Speisekarte aufpeppen etc., die Wahrsagerin spielt "Garderobiere", die Hiphop-Tänzerin mutiert zur Chefin einer klassischen Tanzschule und die Predigerin der Heilsarmee zur gelangweilten Millionärsgattin.
Doch sie sind nicht "gut genug" beim Spielen, die Journalistin aus New York durchschaut das Spiel und tut beim Abschied kund, wie grottenschlecht sie die Verstellung findet.
Alle sind sehr traurig, aber als die Journalistin weg ist, trösten sie sich: Eigentlich ist es doch ganz schön, dass sie im Café Maria sein können wie sie sein wollen.
Und als eine Woche später das Belegexemplar des Magazins eintrifft, sind sie erstaunt: Die Journalistin hat exakt die Geschichte erraten und aufgeschrieben, wie sie sich wirklich abgespielt bzw. wie sie das Ensemble gerade eben gespielt hat.

die verbleibende Stunde nutzen wir, um die erste Szene durchzuspielen, da die SchülerInnen ausgesprochen talentiert sind und gut improvisieren können, ergibt sich schnell ein passabler Text
das Protokoll (mit ein paar Anmerkungen in rot von mir) könnte ihr  ansehen bzw. herunterladen und bearbeiten (als word-Dokument oder als rtf-Dokument)

18.4.2008 nach der nächsten Probe steht Szene 2, auch die gibts hier zum herunterladen und bearbeiten (als word-Dokument oder als rtf-Dokument)

und so gehts weiter:
  • Ihr  dürft und sollt öffentlich diskutieren - dazu habe ich ein Forum eingerichtet
  • wir halten uns nicht mit dem Wiederholen und Einüben des schon gefundenen Textes auf, sondern beschränken uns auf kurze Durchlaufproben, bei der jeder zusammenfasst, was er auf der Bühne zu tun und zu sagen hat, nur um den Anschluss wiederzufinden, denn das Wichtigste ist: 
    so, wie wir die 1. Szene mit viel Spaß erfunden haben, machen wir das auch mit der 2. und 3.
  • bitte beachten: jede Figur macht nur, was zu ihrem Charakter passt und irgendwie (sei es um drei Ecken) die Geschichte bedient, Überraschungen und Übertreibungen willkommen!
    jemand muss Protokoll führen und das Ergebnis mir schicken, damit ich das online stellen kann, ich drücke Euch die Daumen und freue mich auf die Ergebnisse
           
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