Forschungsprojekt zu Gustav und Clara Seelig      
           
           
                       
Die Stolpersteine sind verlegt - wars das?

Dank der Forschungsarbeiten von Dr.Lang und eigenen Recherchen wissen wir über die Seeligs schon eine ganze Menge. Zahlreiche Reaktionen auf diese Webseite zeigen, dass die Geschichte unserer Nachbarn viele Leser berührt.

Unsere (also der Initiatoren der Stolpersteine) Möglichkeiten zu weiteren Forschungen sind aus beruflichen Gründen sehr beschränkt. Deshalb:

Geben wir den Seeligs ein Gesicht!

Zwar sind zahlreiche Berliner Melderegister im Krieg zerstört worden, aber als Berliner Gewerbetreibende, Kaufleute, als Grundbesitzer, vielleicht auch als Mitglieder der Gemeinde, haben die Seeligs überdurchschnittlich viele Spuren in den Akten und Archiven hinterlassen.

Es gibt mit einiger Sicherheit Fotos vom Haus Kopenhagener Straße 11, von den Bewohnern, von den Geschäften oder - das wäre natürlich das Beste: Von Gustav und Clara Seelig selbst.

Wir suchen Lehrer, Schüler, Schulklassen (ab der 9.Klasse) und Studenten, die in eigenständigen Projekten nach Spuren der Seeligs suchen wollen.

Wir bieten Einblick in die bisherigen Recherchen, logistische Hilfe, Vernetzung mit Wissenschaftlern oder Archiven und Veröffentlichungsmöglichkeiten hier auf der Webseite.  Auch ein bisschen Geld (knapp 100€) sind bei der Spendenaktion für die Stolpersteine übrig geblieben, und es gibt etliche Nachbarn im Umfeld der Kopenhagener Straße 11, die Unterstützung bieten wollen.

bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt per eMail auf:    
 

mögliche Ansätze:

Die Berliner Adress- und Telefonbücher ermöglichen eine Recherche von Nachbarn und ihren Erben.

Die Seeligs waren in verschiedenen Stadtbezirken in Kontakt mit den staatlichen Stellen, also mit Finanz- und Grundbuchämtern, mit der Gewerbeaufsicht und mit der Polizei.  

Alles, was Hausbesitzer an Verträgen mit Versorgern oder mit Mietern abschließen und an Rechtshändeln austragen müssen, hat Spuren hinterlassen.

Die Tochter von Clara und Gustav Seelig, Herta, ist erst vor einigen Jahren in einem Altersheim in Kalifornien gestorben - zwar kinderlos, aber immerhin besteht die Möglichkeit, dass ihr Nachlass nicht komplett verschwunden ist.

Spuren könnten sich im heutigen Polen finden, woher die Seeligs stammen. Unterlagen zu den Funden in Strassburg gibt es in französischen Archiven.

Die Schädelabformungen durch Hirts "Ahnenerbe" sind vermutlich 1945 vernichtet worden, trotzdem ist auch das eine Recherche wert.

                       
                       
  Schreiberey Seelig